Pulpe Fiction und wies so ist mit der Krautfäule

Es ist Ende August und somit Zeit das Tomatenjahr Revue passieren zu lassen. First things first. Gewachsen ist alles wie deppert. Dank meiner Brennesseljauche und diversen anderen Wundermitteln, sind die Pflanzen in ein Wucherstadium geraten, das selbst mich erstaunt hat. Wie schon in meinem vorigen Beitrag angeführt, bin ich natürlich ausgeiz-technisch wieder mal der Vollversager gewesen und hab pro Pflanze mindestens drei Triebe zugelassen. Das hat sich gerächt.

Der Fruchtansatz war gewaltig und hat mich förmlich umgehauen. Die Tscherni Prinz: sehr schön angesetzt. Paul Robson: sehr schön. Aber umgehauen, wirklich umgehauen in Sachen Wuchskraft und Ansatz hat mich die San Marzano. Positiv erwähnen muss ich noch die Banana Legs, die auch wie eine Irre wächst und sehr früh reif wird mit enormen Trauben an walnussgroßen gelben Früchten. Die ungemein schmackhaft sind. Beim Arbeitsgarten wuchs noch eine Steckovic Tomaten in gelb. Buschtomate und sowas von wild…..Hallleluja….die wucherte alles zu. Die Früchte sind allerdings nicht größer als eine überdurchschnittliche Erbse und geschmacklich eher zu vernachlässigen. Aufwand versus Nutzen also 1:0 gegen die Steckovic Buschtomate.

Soweit lief alles gut, sie bekamen ihr Futter, ihre Pflege, Dach gabs keines, aber das Risiko war mir schon bewusst. Ich will doch für Freilandtomaten kein Dach bauen! Sie wuchsen und wucherten. Ich knipste aus und band die Triebe hoch. Im Arbeitsgarten hatte ich noch mit extremen Schneckenattacken zu kämpfen, die ich mit extremen Schneckenkornattacken konterte. Schwer zu ertragen, wenn eine gefühlt 2 Kilo schwere Fleischtomate von Schnecken angefressen wird und man sie danach nur mehr auf den Kompost schmeißen kann.

Und dann fuhr ich 2 Wochen nach Ungarn.

In Salzburg regnete es. In Ungarn war ich in den Tropen.

Als ich zurück kam, erwartete mich ein KRAUTFÄULE-EXODUS.

Bitter, sehr bitter. In meinem Mietgarten hatte die Besitzerin gott sei Dank vorher schon massiv geerntet und die reifen Tommys eingefroren. 13 Liter Tomatensauce wurden daraus gekocht. Im Arbeitsgarten hatte ich keinen so umsichtigen Betreuer und sah mich mit einem Desaster konfrontiert. Zuerst mal alles ausschneiden was befallen war und ernten was noch genussreif war. Die Tommys standen danach ziemlich nackt da. Allerdings waren bei allen Pflanzen auch schon die Stängel befallen also war es ein Wettrennen gegen die Zeit.

Morgen wird jede befallene Pflanze geerntet und entsorgt. Die grünen Früchte werden hoffentlich nachreifen.
Konklusio zur Sortenwahl:

Tscherni Prinz: Schnell große Früchte, wenig anfällig, aber Schneckenopfer….aromatisch für Sauce, hält gut durch.
San Marzano: Superschöne Staude, superanfällig. Sie war die erste mit der Krautfäule. Inwieweit die Früchte verwertbar sind wird sich zeigen. Noch stehen ca. 30 Kilo grüne San Marzanos zur Reife an, was an der Pflanze nicht mehr geht. Ob sie dann noch schmeckt…we will see.
Banana Legs: Massenträger. Sehr vital, liefert sehr früh Früchte, sehr wohlschmeckend, aber auch anfällig für die Fäule, wiewohl die Früchte davon wenig abzubekommen scheinen.
Paul Robson: Scheint als wäre die Pflanze immun. Die Früchte reifen ohne vom Desaster Notiz zu nehmen aus und sie schmecken unglaublich gut. Die Pflanze ist entblättert, der Stengel schwarz, dennoch haben die Früchte keine…..nicht das geringste Anzeichen.
Morgen also alles runter und nachreifen. Ich könnt kotzen. Aber ist halt so.

Was noch sehr gut gediehen ist: Hokkaido, Chilis. Massenhaft Chilis und 13 fette Kürbisse von 3 Pflanzen, einige wandern noch durch die Wiese und vielleicht werden sie noch groß.

Hier noch Bilder

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Tomatensauce kochen…..jeden Tag. Unterschiedliche Zutaten…..


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Aber keine Grünen versteht sich. Zu viel Solanin.

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Jalapenos. Am Ausreifen.

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Haben sehr gut geschmeckt. Die beiden sind mit mir nach Ungarn, haben da noch 2 Wochen Löwenzahn gefressen und sind dann ein Mitglied der Nahrungskette geworden. Sehr sehr lecker. Wenn man vor allem weiß, wie das Tier gelebt hat. cxgdj

Hokkaido am Werden. Es gab dann viele….

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Zucchinis, die Gelben, schmecken sehr gut sind aber kapriziert…

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Die eingefrorenen Tscherni Prinzen von meinem Mietgarten. Gott sei Dank, war meine Kollegin so clever und war zur Stelle. Das wäre sonst alles verfallen.

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Wohin ein Hokkaido so wandert…..also …im Grunde durch den ganzen Garten. Muss man aufpassen. Die walzen alles nieder.

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Jalapeno Chili. Sauscharf die Dinger.

hbgbhsedthHandvoll Tomate. Da war ich noch zuversichtlich, dass all die Riesen überleben würden und die Schnecken was anderes zu fressen finden würden. Was bin ich nur naiv.


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Rucola, wenn man ihn freilässt. Mittlerweile habe ich im Arbeitsgarten eine Art Rucola-Wildzucht. Er wächst einfach überall. So wie Vogerlsalat. Selbe Plage.

n mghkuDie wuchern auch. Kiwis. Hunderte.


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Soweit so gut. Ich koch mir nun eine Hokkaido Kürbisssuppe, mit Jalapenos gewürzt und träume von San Marzano Tomaten.
Inwieweit ich sie reif kriege….ob ich jemals erfahren werde, wie eine am Stamm gereifte San Marzano schmeckt….ein ander Mal. Bis dahin: FUCK KRAUTFÄULE!!!

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