Pulpe fiction….die Prinz Tscherni Situation

Da kuck ich also meine Lieblingskanäle auf Youtube, im Speziellen den Rigotti und der schwärmt da so unverschämt von einer Fleischtomate allererster Güte daher, dass ich mir denke, das brauch ich auch. Nun hab ich ja nur einen Balkon hier. Aber ich habe einen Arbeitsplatz an dem ich anbauen kann was ich will. Und ich habe mir einen Nachbarschaftsgarten zugelegt. Heißt, inseriert, dass ich in einem teilweise ungenutzten Garten gerne mal so 5 m² haben wollen würde gegen Erntebeteiligung um da meine Tomaten wachsen zu lassen.

Was ist nun heuer draus geworden. Nun….things gone wild, würde ich mal sagen.

Zuerst: Anzucht:

Bei Reinsaat bestellt, kommen die Schätzchens dann in die Pötte und wachsen heran, soweit so normal. Keimrate perfekt, jeder Samen keimt. Zweimal tiefer umpflanzen, das geschieht alles noch in Balkonien, wiewohl ich weiß, all zulange kann ich das Spiel nicht treiben, dann werden sie langhalsig und wuschig, das wollen wir nicht. Ich habe einen Westbalkon, wenig Sonne. Nix für Gemüsekulturen.

Auspflanzen: 

Mietgarten: 4m² vorbereitet. 4 Säcke Kompost auf einen entkrauteten Wiesenboden gekippt. Sonst nix. Schneckenzaun rundherum. Auf einen m² 6 Pflanzen. Ist eng. Ich weiss. An den Ecken des Zauns noch 3 übrige Zucchini Pflänzchen. Ja ist denn die wahnsinnig. Ich weiß.

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Arbeitsgarten: Diverse Beete für die Tomaten vorbereitet. Kompost drauf, Hornspäne drunter, Gesteinsmehl und aller möglicher Kram. Kein Schneckenschutz möglich. Die Babys kommen rein, auch zu dicht, es gibt nicht mehr Platz. WEIL, im Arbeitsgarten kommen auch noch 3 Hokkaidos und 2 weitere Zucchinipflanzen rein. Für meine Rote Beete und Erbsenkeimlinge sehe ich schon dunkelschwarz, was den Platz anbelangt.

Wachsen: 

Nach dem anfänglichen Kulturschock, wenn die Süssen ausgepflanzt werden, legen sie dann los. Aber wie!!
Der Mietgarten liegt klar vorne, obwohl ich da nix groß wegen der Erde getan habe. Er liegt vorne, weil das Kraut hier nahezu 10 Stunden in der prallen Sonne steht. Klarer Vorteil also. Dann hats in der Saison bisher eigentlich immer wieder mal kräftig geschüttet, hat weder dem Mietgarten, noch den Arbeitsgarten-Tomaten was getan. Sie wachsen. Und wie!

Pflegen: 

Was soll ich sagen….ich versuche mich durch den Dschungel zu wühlen und alles unter halbwegser Kontrolle zu halten. Ich binde auf, entferne bodennahe Blätter und geb einmal die Woche Jauche als Dünger. Da wir im Arbeitsgarten Kanickel haben, produzieren die ein wenig Mist auf Stroh, das ich dann als Mulchdecke um die Stängel der Fleischtomaten verteile. Ausgeizen…..nun….am Anfang gerät das bei mir immer außer Kontrolle, danach krieg ich das schon hin. Will heißen, dass Stabtomaten bei mir immer, wirklich immer, auf mindestens 3 Trieben wachsen. Ich schaff das nachher nicht mehr, ihnen die wegzunehmen, wenn da schon Früchte dran hängen. Geht nicht. Dafür lass ich sie aber auch nicht so hoch wachsen und kappe konsequent Anfang August alle Kopftriebe, damit die Früchte ausreifen.

Morgen mach ich die Fotos, damit das hier Händ und Füss hat. Achja, über den Hokkaido und die Zucchini hab ich ja noch nix gesagt. Zumindest ersterer verdient aber heuer einen Eintrag ins interne Buch der Rekorde. Meine Herren….der wächst…und wächst…………….und wächst……………und….wächst….

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