Juli

Mein Gartenjahr startet mit Juli. Einfach weil ich heute am Umgestalten bzw. Neugestalten dieser Rubrik bin. Ich hab mein Haus dort ja schon etwas früher im Jahr gekauft. Aber egal. Für mich ist das hier auch so etwas wie ein Blüh und Aktionskalender. Zuletzt habe ich mich wieder mal geärgert, dass es mir nicht in Erinnerung war, wie massiv jedes Jahr der Wildwuchs im Spätfrühling ist und deswegen dachte ich, es wäre nicht so verkehrt mal hier kalendarisch etwas Struktur rein zu bringen.
Also Juli!

Erinnerungen an Juli….heiss. Furchtbar heiss. Bilder folgen.

2012

Wir bauen eine Terrasse, Ben baut, der Rest hat geschuftet.

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Es gibt Nashornkäfer

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Ich lege die ersten Ziegelbeete entlang des Hauses an. Hier mein damals noch im Babystadium befindlicher Salbei. Mit dabei Lavendel (gestorben) Zitronenverbene (gestorben) Zitronentymian (vom Salbei ermordet) Das Johanniskraut wächst an der Terrasse.

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Recht leer und nichtssagend damals noch. Die Hofansicht. Einzig der improvisierte Grill. Man sieht schon wie sich die Weide hervortraut, die in den nächsten Jahren den Hof vor Wind schützen wird und zu einem Monstrum heranwächst.

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2013

Neue Liebe und da war ich auch viel mit Jannis in Ungarn. Auch im Sommer. Wir sind das erste Mal an den Plattensee gefahren. Ist ja nicht weit weg.

 

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In diesem Jahr hatten wir auch Mariendisteln. Hier sind sie schon abgeblüht. Jannis meinte, die Dinger müssen weg.
Ich ließ sie stehen, sie sahen einfach zu gut aus.

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Wir räumen den zugemüllten Dachboden aus und verbrennen alles was man so verbrennen kann. Jannis linker Daumen ist ramponiert. Er hatte sich um der Arbeit zu entgehen zielgerichtet in den Daumen gehackt. So durfte er sich ums Feuer kümmern und seine Ferien genießen. 🙂

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Die Campsis am Fusse der Walnuss mag noch nicht klettern. Die Rose mag auch ned so wirklich. Und nicht mal die Minze am Boden mag irgendwie und der Efeu steckt hier auch noch in den Babyschuhen. Das war so der Anfang der Terrassen Bepflanzung die so Daumen mal Pi abgelaufen ist.

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Die Maulbeeren sind im Juli reif. Die Zwetschken daneben noch nicht. Ich hab noch keine einzige der dort entdeckten Zwetschken ernten können. Entweder sie fallen alle frühzeitig ab oder die Tierchen sind einfach schneller. Aber im ersten Jahr als ich dort war, also 2010, konnten wir einige Maulbeeren ernten und sie zu Marmelade verkochen. Dabei ist es bis heute geblieben. Der Strauch ist sehr hoch, man kann diese Früchte nicht direkt pflücken. Man muss Tücher rund um den Strauch auflegen und die herunter gefallenen Früchte anderntags sofort ernten.

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Ende Juli wandeln sich auch endlich die Kermesbeeren. Sie fangen an ihre fast schwarzen Beeren auszufärben. Bombastisch.

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2014

Wenn ich faul war und im Juni nur unzureichend gemäht habe, sieht das dann so aus, wenn ich komme. Man könnte meinen, die Wiese will mir imponieren und wächst dann bis zu meinem Wiederauftauchen um die Wette mit den Sträuchern. Eigentlich sieht das schlimmer aus, als es wirklich ist. Drei Tage harte Arbeit ist die Kultivierung dann aber schon.  Und es darf kein Klettenlabkraut dabei sein, denn dann ist Mähen/Sensen unmöglich.

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Ein sehr schönes, leider aber auch sehr invasives Gras das hier bei mir wuchert. Es torpediert mit seinen malerischen Federbüschen immer wieder meine Anwandlung es unter Kontrolle zu bringen. Im Spätherbst und Winter sieht es immer noch klasse aus und das ist dann auch die Standardausrede, wenn ich es wieder mal nicht geschafft habe, es umzumähen.

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Die ersten Äpfelchen. Im Winter gepflanzt und schon Frucht. Ich hab sie dann vorzeitig abgenommen um den Baum in seiner Anwachsphase etwas zu unterstützen.
Reif sollten sie im August sein.

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Fängt auch an im Juli auszureifen. Der Holler. Nachdem die Sträucher immer monströser werden und mein Grundstück im oberen Teil beim Haus immer mehr zum Wald werden lassen, kommt auf meinen Winterschnitt Plan nun konsequentes Ausschneiden desselben mit dazu. Besser noch auf Stock setzen. Entfernen will ich sie nicht, geben sie doch massenhaft Material für Saft ab.

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Wann immer mir Kartoffeln bei meinen Aufenthalten übrig sind und es zufällig Spätfrühling ist, grabe ich die Reste an passenden Plätzen ein. Meist werden die Pflanzen, die zuverlässig austreiben aber von umgebenden Pflanzen zugewuchert, so dass ich sie meist nicht wirklich wiederfinde. Die hier sind mir aber dann beim Jäten doch untergekommen und es wurde sogleich geerntet. Köstlich, so frische Töfften!

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Blick zur Hofeinfahrt. 2014. Heute sieht das schon etwas anders aus.

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Und einmal umdrehen. Die kleine Terrasse sieht heute fast gleich aus. Dieses Jahr (2016) wird das Meer aus Efeu unterpflanzt mit Silberkerzen, Anemone japonica und Thalictrum rochebrunianum. Allesamt für diesen Bereich perfekt. Füsse im waldig humosen, durch den Efeu dauerbeschatteten Bereich und die Blüten im lichten Schatten mit zeitweise Morgen/Abendsonne.

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2015

Wir bauen endlich den Weg vom Brunnen zum Komposthaufen. Leider sind die Ziegel nicht wirklich frostfest, so dass ich immer wieder welche austauschen werde müssen. Aber ich hab ja genug davon.

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Dann gabs 2015 an der Hofweide noch eine Invasion des Mondvogels, beziehungsweise seiner Raupen. Die kann das verkraften kahl gefressen zu werden, das Gewächs ist nahezu immun gegen alle Vernichtungsversuche. Sie dient schließlich auch als Wind und Sichtschutz. „In“ ihr wachsen auch ein Fliederbusch und eine Maulbeere heran. Sind die beiden mal größer, wird die Weide gekappt.  Auf dem zweiten Bild sieht man die mächtige Weide.

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Und am Hausbeet blüht im Juli das undefinierbare Sedum.

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Und zuletzt der Federmohn, der sich 2015 erstmal richtig auszubreiten erlaubte.

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2016

Im Herbst, wenn in den Märkten überall Blumenzwiebel verkauft werden, werde ich regelmäßig schwach. Und ich decke mich mit Massen der Zwiebel ein, denn ich weiß: Die Wühlmaus ist kein Kostverächter! Was ihr nicht zu schmecken scheint, sind die Knöllchen vom Oxalis Klee. Mittlerweile gehen sie überall auf, wo sie mir buchstäblich aus der Hand gefallen sind. Blühen Ende Juli.

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Der Blutweiderich besteht aus einer total imposanten Gruppe aus 2 (!) Stauden, die noch im Kleinkindalter sind, aber schon verhalten zeigen, was sie mal hervorbringen werden. Große lila Blütenkerzen, die die Insekten unwiderstehlich finden. Er steht nun nicht ganz sumpfig, dazu hätte ich ihn ganz hinten am Grundstück pflanzen müssen, wo ohnehin einer wild wächst, wie ich feststellen konnte. Aber er gedeiht auch hier.

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Die Himbeeren sind frisch gepflanzt im Winter und fangen Ende Juli an zu fruchten.

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Was am Anfang (2013 glaub ich) noch ein Bild des Jammers war, ist nun mein Lieblingsplatz. Minze wuchert mit dem Efeu um die Wette und alles breitet sich so aus, wie gewünscht. Im Juli ist der Platz dort ungeheuer erholsam, da der Walnußbaum einen sehr angenehmen Schatten spendet.

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Und die Campsis, die ebenfalls gut 2 Jahre brauchte bis sie den mächtigen Baum hinter sich als Klettermöglichkeit begriff (sie ist ein Selbstklimmer) hat es endlich geschafft sich in die Höhe zu schwingen. Sie teilt sich den Baum mit dem Efeu der die andere Seite gewählt hat. Noch blüht sie zurückhaltend, mal sehen was der Juli 2017 hervorbringt.

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