
Ich und meine Wenigkeit hat es ja abgesehen, auf genau das was im Bild so rotpfeilerisch markiert ist.
Es ist dieser Winkel. Ist der nicht da an der Hand, geh pfurzen. Isser da, beginne ich die Hand anzuglotzen, meine Schuld jawoll, was musste auch hinsehen.
Es ist dieser Winkel gepaart mit langfingrigem Rest. Dieser Winkel am Daumengelenk, der mir die Sinne raubt, der das Hinglotzen, das Wegschmelzen, erst überhaupt ermöglicht, ja andenkbar macht. Ein Mensch, so meine absurde innere Haltung, ein Mensch der so einen Winkel an seiner Hand aufweist, muss einfach gottgleich sein. Nichts anderes ist denkbar. Indoktrinierung, Gehirnwäsche durch Handwinkel. Es ist so einfach.
Es ist dieses fixiert sein, auf so minimalistische Details, die ja auch fotografisch festgehalten werden können, und gut ist. Aber gut isses eben nicht immer. Man schaut hin, man sieht es sich an und ehe man sich versieht ist man angesehen, nicht im ehrbaren Sinne, angesehen im Verschlingerbusiness. Man darf also nicht hinsehen.
Man darf ja auch nicht hinsehen, in den Verschlingerblick, drei Sekunden später ist man ohnehin dann in ein Universum abgetaucht, das irgendwie, naja nicht hinsehen halt.
Steht der neben dir und du siehst hin, weil zusammen kochend und schneidend und du kuckst auf diese Hände und siehst was sie machen, wie sie sich bewegen und du kuckst verstohlen auf die Augen desjenigen, wie sie der Bewegung der Hände folgen, aber einen kurzen verschlingenden Blick auf dich richten, hast du schon verloren.
Deine Augen sind keine Kamera, das Setting ist kein solches, Geld ist damit nicht zu verdienen, aber deine Seele dahin, sie seufzt noch leise, bevor sie schwindet.
Du drehst dich zum Wasserhahn, lässt Wasser laufen, über deine Hände, konzentrierst dich auf den Strom, die annehmbare Kälte und kommst grade so in normaler Gedankenwelt an, als die Hände neben dir auftauchen, das fliessende Wasser als Angebot nutzen, sich dir wieder lasziv ins Bewusstsein zu schleichen, während sie sich da so zwiebelsaftabwaschend räkeln im Wasser und der hinter dir stehende Vulkan unter den wallenden Gewändern spürbar an dir streift, härter als du erwartet hast, erschreckt dich alles so sehr, deine Haltung zu Blicken überdenkst du und überhaupt willst du nie wieder Hände sehen, vor allem nicht solche, die herumschneiden, wenn schon dann an dir herumhuschen. Denkst du dir. Und spürst den hinter dir stehen.
Life sucks. Und grinsen musst du, bist dir nicht sicher ob erwartungsvoll oder unsicher.
So muss man sich selbst begegnen, wenn das Selbst so sehr zu Boden geht, dass das andere Selbst nur mehr milde lächelnd da steht und seufzt.