Es folgen viele Bilder vom vorletzten Wochenende. Leider bin ich erst heute dazu gekommen sie auszuwählen. War nicht leicht, immerhin hat Susan knappe 600 Fotos gemacht. Unter anderem eine Reihe Sportfotografie Serien meiner wilden Sichelaktion.
Die Bilder folgen keiner speziellen zeitlichen Reihenfolge.

Dicke Dinger, ne? Die Walnüsse an den zahllosen Walnussbäumen sind gesund und sehen gut aus. Ich Idiot habe die heruntergefallenen nicht mitgenommen, nach der Rückkehr bekam ich von Sisko ein Buch geschenkt in dem ein sehr leckeres Rezept für grüne Walnüsse enthalten ist. Das muss man aber machen, bevor die Schätzchens ihre knackige Schale innen ausbilden und somit muss ich wohl bis nächstes Jahr Geduld haben. Zumindest hab ich über den Winter sicherlich so viele Walnüsse, dass ich meinen gesamten Bekannten und Freundeskreis versorgen kann.

Unterm Dach direkt beim Hauseingang hatte ein Vogelpäärchen mir unbekannter Rasse ein Nest gebaut. Die Jungs und Mädels im Nest veranstalteten ein regelmäßiges Konzert, wenn die Eltern angeflogen kamen. Und jene zeterten ohne Unterlass, weil wir sie dauernd mit unserem Rein-Raus störten. An diesem Wochenende mit Susans Anwesenheit, werden sie wohl schon flügge sein.

Etwas kurios und ein Geheimnis in sich, fanden wir einen in zwei Teile zerbrochenen, wie ich annehme, Grabstein aus dunklem Glas graviert mit den üblichen Angaben. Noch weiss ich nicht, was ich damit anfangen soll. Schwerlich kann ich das Ding als meinen eigenen in Verwendung nehmen, wiewohl ich noch ziemlich am Leben bin und dann ja auch das Problem mit dem Namen existent wäre. Vielleicht sollte ich den Besitzer, sofern nicht einstweilen grabsteinlos verrottet, aufsuchen und ins Gebet nehmen bezüglich der makabren Hinterlassenschaft.

Die Sichelaktion. Der untere Teil unseres Grundstückes wird durch ein Rinnsal (nein leider kein Bach) durchzogen. Auf der anderen Seite bedindet sich auch noch ein Teil des Grundstückes. Um dort hin zu gelangen mussten wir erstmal einen Weg durch den Dschungel freischnetzeln. Eine Machete wäre sinnvoller gewesen, aber auch mit der Sichel war nach langem Mühen und viel schweisstreibender Arbeit ein Pfad gerodet. Er führte uns an einem prächtigen Hollunderbusch vorbei, nahe an die mächtigen zwei Weiden die dort stehen. Der Boden ist sumpfig.

Maulbeeren. Schmecken ein wenig wie Brombeeren, herb süss säuerlich. Sie sind schwer zu pflücken, weil der Baum die Form eines Busches hat. Und die reifen Maulbeeren vom Boden aufzusammeln ist keine so gute Idee, dort verrotten sie sehr bald, weil die Früchte sehr empfindlich sind. Immerhin haben wir eine ganze Schüssel voll zusammengepflückt und die wurde nach Salzburg überführt, direkt in Susannas Küche, wo sie am Sonntag Abend zu Maulbeermarmelade wurde. Ein Glas für Susan, eins für mich. Ein gut gehüteter Schatz.

Viele Obstbäume und Büsche sind durch wild wuchernden Hollunder und diverser anderer Schlingpflanzen in die Mangel genommen. Hier wird einer der Büsche von seiner Last befreit. Recht hoch bin ich nicht gekommen, aber runtergedonnert bin ich auch nicht.
Das richtige Klettern auf Bäume ist dann den Walnussbäumen vorbehalten.

Der Blick aus dem Fenster auf unseren zentralen Werk und Klönplatz. Brunnen, Lagerfeuerplatz (man beachte die total sinnvolle Anordnung des Lagerfeuers unter einem prächtigen Walnussbaum*hust*) Eichentisch und wurmstichige Stühle.

Nochmal der “Hof” in einem schönen Mittagslicht. Die Sonne befreit den Hof anfangend so gegen 10 Uhr bis 13 Uhr Nachmittags von Schatten.

Natürlich haben wir unsere kindliche Freude am Abfackeln von uralt Körben und dergleichen Material gefunden, der Baum ober uns dankte es uns mit dezentem einrollen ein paar weniger Blätter. Wir Deppen!

Dimension des Eichenhains. Links und rechts sind noch welche. Unglaublich. Unfassbar. Was tun?

Ja nun hier stehe ich am Rinnsal und somit am Ende des ersten Teils meines Grundes. Auf der anderen Seite wächst Schilf und so Zeuchs, von daher nehme ich an, der Boden ist einigermaßen feucht. Um den Platz effektiv zu nutzen, habe ich mir überlegt, wäre Bambus ja keine so schlechte Sache. Er wächst schnell, ist dekorativ und ausgesprochen nützlich für allerlei Dinge. Der Boden wäre nicht so ungeeignet und vielleicht treibe ich ja auch noch einen verwaisten Pandabären auf.
Das wars erstmal von ungarischem Boden. Die nächsten Berichte gibts wenn Susan zurück ist und ich aus der Wüste heimgekehrt oder beim Surfen am Atlantik NICHT abgesoffen bin.
No Comments on "Was Susan und ich so getrieben haben"