Es ist also flach dort. Sehr flach. Und die schneeweiße Landschaft durchzogen von Alleen deren Bäume Landstrassen zieren. Schön ist das. Und dann Wald. Überall Wald. Welche Zusammensetzung der hat, ist im Winter schwer zu sagen, außer dass es vermutlich Mischwald ist.
Und es ist kalt. Also es WAR kalt. Kalt und windig.
So stiefelt man dann in roten Backsteingemauerten Ziegelscheunen herum und findet alte Waagen und sonstiges nostalgisches Gerät. Viel zu viel verfällt dort. In den kleinen Städten jedes 10te Haus eine halbe Ruine. Da hilft es nichts jene unter Denkmalschutz zu stellen, das alleine macht sie nicht wieder heil. Die Kommunen die hier viel zu investieren hätten haben allesamt kein Geld dafür. Trotzdem verströmt es eine kaum wahrnehmbare Heiterkeit, die mir in diesem hochpolierten Salzburg merklich fehlt.
Bei der Rückreise finde ich am Flughafen in Hamburg das Buch von Dieter Moor, jenem Schweizer Fernsehdingsbumms (Star isser ja nachgerade nicht so wirklich) der mit einer Wienerin verheiratet ist und aus der schnuckligen Schweiz nach Brandenburg mit ihr zieht, um sich dort in einem Dorf namens Hirschfelde (Stadtteil von Werneuchen) in die Nähe des nordöstlichen Stadtrandes von Berlin niederzulassen.
Das Buch heisst: Was wir nicht haben, brauchen sie nicht. (Geschichten aus der Arschlochfreien Zone)
Und es liest sich amüsant.
Ich muss wohl wieder hinfahren, weil das was ich fand immer noch nicht das ist, was ich brauche. Das bereitet mir einiges Kopfzerbrechen. Weil, so schön es ist, es ist mühsam.
Freitag frei nehmen, Flieger nach Hamburg (Berlin), mit dem Zug weiter, Hotel finden, Nahverkehr bemühen, sich mit Maklern absprechen, jeweils mindestens ein Tag geht für An und Abreise drauf….zurückkommen und nachwirken lassen. Mit Freunden Besprechungen abhalten. Sehr mühsam das alles.
Ein Bild aus der Stube eines Knechtes in der Miniaturkammer über einem Stall. Ein Relikt das mich zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen verleitet hat.

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