Man lebt nicht von Salat allein

Ende Mai. Jetzt regnets doch schon ein paar Tage immer mal so ein wenig dahin, grade richtig um die enorme Trockenheit von vorher wieder wett zu machen. Keine Sintfluten bisher. Verluste im Garten: die Zinnien. Bis auf vier Stück, die in meinen größtenteils Schneckenfreien Gemüsebeeten stehen, wurden alle im Blumengarten ausgepflanzten ein Festmahl der Raspelzungen. Ich hasse sie. Wirklich. Auch die großen dicken Weinbergschnecken und wenn es nicht so eine Arbeit wäre, sie aufzubereiten, würde ich sie alle verspeisen!
Als sie sich dann auch noch anschickten als Desert meine Spinnenblumen zu verdrücken, war aber Schuss mit lustig und ich streute lose Ringe Schneckenkorn um meine Kinder. Ich meine….ich habe eine geschätzte Million der dicken Dinger hier. Also bitte. Im Gemüsegarten fühlen sie sich wegen des Häckselgutes auf den Wegen nicht so wohl und dort sind so gut wie keine zu finden. Auch musste ich entgegen meiner Erwartungen die ganzen Kohlpflanzen nicht vor dem Kohlweissling verteidigen und einnetzen. Ab und zu fliegt mal einer herum, aber das wars dann auch schon wieder.
Verlust sonst: Schnittknoblauch. Ausgesäät, bis heute keine Spur. Vielleicht ein Kaltkeimer? Das muss ich erstmal genauer erforschen, bevor ich das wiederhole.
Alles andere wächst und wuchert. Und blüht und beginnt zu fruchten. Seit Anfang Mai verdrücke ich jeden Tag einen Salatkopf, ich komm nicht mehr hinterher. Und die neugesetzten Erdbeeren haben unsagbar köstlich gefruchtet. Zu wenig fürs erste Jahr um Marmelade zu kochen aber sie werden Ausläufer bilden und ich werde sie vermehren und im nächsten Jahr werden es dann schon bedeutend mehr sein.
Den ersten Karfiol/Blumenkohl werde ich nächste Woche ernten können, dann gibts jede Woche einen. Dann gehts auch schon mit den Zucchinis los und mit all dem anderen Kram wie Erbsen und Gürkchen und was weiss ich noch….
Bis jetzt bin ich zufrieden. 12 Liter Holunderblütensirup hab ich auch gemacht. Das reicht erstmal.
Bilder….

Was so blüht im Vollfrühling bei mir. Quittenblüte ist immer ein Eyecatcher, der Rest ist Wisteria, Pfingstrosen, der entzückende feuerrote Inkarnatklee, Akeleien die in Unmengen bei mir wachsen und das tränende Herz, das auch immer größer wird.


Seitlicher Blick auf den Eingang. Der Monstrum an meiner Tür ist meine allerliebste Ghislane de Feligonde. Ich meine….sie soll ja nur maximal 3 Meter hoch werden. Ich weiss ja nicht. Irgendwie wird sie jedes Jahr noch um ein vielfaches größer. Jedenfalls ist das immer ein Spektakel wenn sie blüht. Vom Blütenblättermist und Blättermist im Herbst reden wir nun mal ned. Vorne sieht man noch die Rose Ferdinand Picard. Und da im übergroßen Topf blühen bald Zwiebeln, die ausgetrieben haben und die ich dann eingesetzt habe. Ich hätte gerne die Samen. Bitte.

Der Gemüsegarten. Die Kürbise und Melonen sind auf der ganz rechten Seite und leider nicht mehr in den Ausschnitt reingeraten. Und das Tomatengewucher ganz hinten sieht man auch nicht so prima. Aber ich denke man bekommt so eine gewisse Ahnung wie fortgeschritten hier das alles ist. Und wie viele Wege ich noch anzulegen habe.

Ich finde Gurkenpflanzen haben etwas heiteres an sich. Ihre Schlingarme mit den perfekten Spiralen die sie bilden und die Art wie sie sich überall festmachen, erheitert mich jedes Mal. Und ich finde sie sehen wahnsinnig gesund aus. Das hier sind Marketmore und Ruskaya.


Hier ein paradeisfruchtiger Paprika in den Kinderschuhen. Chilis und Paprika blühen sehr ordentlich und mit der Befruchtung scheint es auch ganz gut zu klappen. Überall sind schon die kleinen Gemüsebabys zu sehen.

So wie hier, Moneymaker. Wenn ich schon keinen geldscheissenden Esel habe, dann wenigstens eine Tomate, die mir das verspricht. Da ich in der Trockenheitsphase brav gegossen habe auch keine Blütenendfäule. Nirgends. Die unteren Blätter sind auch schon entfernt, damit es keinen Bodenkontakt gibt. Und aus den Rhabarberblättern habe ich ein Spritzmittel gekocht, das dann ab Juni an die Blätter kommt um alles im grünen Bereich zu haben.


Paul Robson als Baby. Gedüngt wurden die Pflanzen mit potenter Brennessel Jauche und machten daraufhin gleich Nägel mit Köpfen. Sie wuchsen wie bekloppt. Damit ist nun aber Schluss, jetzt kommt eher die Zeit für Holzasche und Phosphor lastigen Dünger für mehr Blüten und Frucht.


Blick vom Kirschbaum zum Haus. Die rote Spornblume ist schon eine recht wichtige „Rückgrad“ Pflanze für mich. Und absolut pflegeleicht. Die Wiese sollt ich wieder mal kürzen. Naja…nach dem Regen.


Erste Ernte…Anfang Juni, der Blumenkohl/Karfiol. Ich freu mich sehr. Die anderen brauchen noch ein Weilchen. WIe man an den Blättern sieht, keine Löcher…keine Raupen vom Kohlweissling.


Heitere Gurke (Einlegegurke), hier nicht wegen der Schlingarme, eher wegen ihrer tänzerischen Herumturnerei im Beet. Rein weibliche Gurken, jede Blüte hat hinter sich schon das Baby-Gürkchen mit dabei.


Meine durchaus zahlreichen Überschüsse an Kürbisen, Zucchinis und Melonen habe ich im ganzen Garten verteilt. Macht ja nix, wenn man nachdem man im Frühjahr die Wiese wegen der Narzissen nicht mähen konnte, sie über den Sommer auch nicht mähen kann, wegen der auf Wanderschaft befindlichen Kürbisse. Macht ja nichts. Auf dem Tisch das nächste Schälchen Salat, das darauf wartet in ein Beet einziehen zu können. In welches nur….


Das Brutgeschäft der Gartenrotschwänze in meinem Hauseingang ist erfolgreich zu Ende gegangen, nun kann ich wieder aus meiner Tür hinaustreten ohne sie zu stören. Und das ist dann der Anblick der mich erwartet.

Mein Sohn hat noch ein Video vom Gemüsegarten gemacht, das sehr toll ist, wegen der detaillierten Darstellung. Vielleicht gelingt es mir es hier einzubetten.

 

Ansonsten war das mal ein Zwischenstand. Einige der Rosen, vor allem auch Pauls Himalayans Musk, haben angefangen ihre ersten Blüten zu produzieren. Das kommt dann als nächstes. Sind ja einige.

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