Hokkaido, ein klassischer „quer durch den Garten Renner“

Ich mag den ja sehr gerne. Mein Arbeitgeber und Vermieter auch. Und deswegen bauen wir den an. An und für sich ist der Hokkaido nicht schwer zu ziehen. Wenige Tierchen interessieren sich für ihn und auch so ist er meist recht gesund. Bisserl Mehltau vielleicht ab und an.

Es beginnt bei der Vorkultur und der Aussaat. Keimt zuverlässig, wir verwenden nur Saatgut von Bingenheimer oder Arche Noah, streckt seine zwei riesigen Keimblätter in die Luft und will gleich mal loslegen. Nur kann er halt erst raus, wenn es absolut keinen Frost mehr gibt. Sonst wächst er danach einfach nicht mehr weiter. Wenn man ihn zu früh vorzieht hat man eine Menge an langhalsigen Schwächlingen und das kann auch nicht gut sein.

 

Nach den letzten Frösten setzt man ihn raus und dann legt er los.

Und wie! Wir präparieren unsere Kürbisbeete (in denen dann eh nur mehr die Wurzel und 30 cm Stängel sind) mit Pferdemist und Kompost, sowie ein paar Schauferl Hornspäne. Das braucht der, denn er ist der Marathonläufer unter den Gemüsen. Und natürlich mehr Wasser als ein Ochse in einem Jahr säuft.

Dann sprintet er (das geht innerhalb von Tagen!) los. Schlingt sich im Gras fest, das man dort nun nicht mehr mähen kann und wandert, ganz wie es ihm gefällt, quer durch den Garten. Die heurigen Triebe waren ungelogen 25 Meter lang. Nachdem es so heiss war und im Frühsommer hier bei uns fast tropische Bedingungen geherrscht haben, ging das mit den ersten Früchten sehr zackig. Kaum hatte ich die im Juli dann abgenommen, bildete er die zweite Ernte. Von 5 Pflanzen war dann die Ausbeute 19 Kürbise der Größe Fussball. Unglaublich.

Nächstes Jahr wollen wir versuchen ihn in die Höhe wachsen zu lassen. Aber ich zweifle daran, dass wir ein Gerüst zustande bringen, das diese Masse halten wird können und auch die Höhe macht mir Sorgen.

Ab in die Wiese!

Nix wie weg

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