Es blüht so vor sich hin

Also es blüht. Nachdem die Hühnis dem Bärlauch bei uns den Garaus gemacht haben (ich dachte schon die Eier schmecken nun nach Knoblauch) und alles andere abgeblüht war…Frühjahr ist hier wirklich bienenfreundlich, starten wir in das von mir schon oft proklamierte Frühsommerloch, wo gar nix mehr ist. Und da werkle ich ja schon seit Jahren dagegen. Deswegen erstmal ROSEN!.

Ich gestehe, gefüllt und nicht Insektenfreundlich, wurscht, die Blüte, der Duft….umwerfend! Graham Thomas von David Austin. Mal eine Lanze brechen für David Austin Roses, sie sind gesund. Und wie! Und sie duften. Und wie! Nächster Zuwachs:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Souvenier de Dr. Jamain. Wer jemals seine Nase in die Nähe dieser Rose gebracht hat, wird wissen, es gibt nichts was schöner duftet. Sie mag es im Halbschatten zu stehen, volle Sonne lässt sie verbrennen. Ihre Farbe (dunkelrot bis samtdunkelviolett), ihre perfete Blütenform wird nur duch den absolut betörenden Duft übertroffen. Eine große Diva, die alle Register zieht. Nach der ersten Blüte schneiden, treibt sie nach und produziert neue Knospen. Aber nur im Halbschatten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann mussten ja auch noch andere Whoppers her, also richtig knallen. Meine Cannas hatte ich ja gut überwintert und wusste, sie machen mir meinen Sommer. Aber diesmal wollte ich sie nicht einsam in der Wiese stehen haben mit der Buddleja im Hintergrund wie letztes Jahr. Diesmal wollte ich sie begleiten mit Dahlien!

 

Im Hintergrund unter der Kiwi, mein Sitzplatz. Im Vordergrund diverse Dahlien, die ich einfach so nach Gutdüncken ausgewählt habe. Und einer freiwilligen Königskerze. Ich schleich mich grad jeden Morgen zu den Dahlien an, um zu sehen was für Eye-catcher sie wieder für mich haben. Wie konnte ich sie so lange ignorieren? Problem: Schnecken. Ich hab ein Knoblauchspray, damit beleidige ich die Divas ab und an, nachdem unsere massenhaft auftretenden Weinbergschnecken scheints Gefallen an dem Dahliengrün gefunden haben.

 

Bin ich sonst nur von meinen Pfingstrosen gewohnt. Blüten größer als Handteller! Man muss dazusagen, zu Füssen der Damen liegt Hühnermist und sie kriegen Wasser bis zum Abwinken, was ja auch wegen der nebean stehenden Cannas und Crocosmias nicht so verkehrt ist!

 

 

Hab ich schon vor einem Jahr an der Glan als Gartenflüchtling ausgegraben. Danach dümpelte er vor sich hin. Heuer ist es so weit. Mein Acanthus blüht! Diese Pflanze ist einfach nur: WOW! Die Blütenstände fasst man besser nicht an, schlägt Rosen in punkto Stacheligkeit um Längen. Das Laub ist harmlos. Die Hummeln sind völlig aus dem Häuschen. Hab ich schon erwähnt, dass ich ausser David Austin Rosen nur Pflanzen etabliere, die sozusagen ein 3-Sterne Buffet für Bienen und Geschmeiss sind?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Blüte ist ein sehr kompliziertes Konstrukt. Sie ist ähnlich gefinkelt aufgebaut wie Orchideenblüten. Im linken unteren Drittel sieht man einen Stachel des unteren Blütenblattes. Keine Biene oder Wespe kann das toppen. Das Zeugs ist infusionsnadeltauglich.

Wunderschön.

 

 

Dann hab ich noch für die Nachtschwärmer all die Nachtkerzen auflaufen lassen. Zur Zeit gehts recht zu hier bei mir. Wir haben Fledermäuse, Seidenschwänze, Bienen, Hummeln, hunderte Singvögel, G’fraster Elstern, Frösche, es lebt und wuselt. Mal sehen wie wir in den Hochsommer kommen. Achja da war ja noch was….

 

Taglilien….gibts unzählige Horste. Spätestens Ende Juli sind sie durch.

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